Nochmal nach Kroatien

Es hat lange gedauert, aber nun sind wir endlich wieder unterwegs mit unserem geliebten Bus. Über ein Jahr lang waren wir nicht mehr länger als ein verlängertes Wochenende unterwegs. So freuen wir uns total, endlich wieder länger unterwegs zu sein und gemütliche 2 Wochen „Urlaub“ zu haben!!

Ein kurzes Blick auf die Karte und es war klar, wir fahren ein weiteres Mal nach Kroatien. Naja, so richtig viel haben wir letztes Mal auch nicht vom Land gesehen. Beim kurzen Trip über das Christi Himmelfahrt Wochenende haben wir gerade einmal die Halbinsel Istrien erkunden können. Diese wollen wir diesmal auslassen und direkt etwas südlicher fahren. Im Moment haben ganz Bayern und Baden-Württemberg Pfingstferien und so glauben wir, dass wir ein gutes Stück südlich fahren müssen, um den Tourismus-Strömen zu entweichen.

– 2 Wochen Zeit – …bedeutet keine Hektik. Wir schlafen am ersten Feriensamstag erstmal gemütlich aus, der Bus ist schon vom Vortag gepackt, und unsere Reise beginnt unter der Mittagssonne von Freiburg aus erst einmal Richtung Osten, am Bodensee entlang nach München.

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Der Bodensee zeigt sich von seiner schönsten Seite, mit Alpenpanorama im Hintergrund und Zeppeline in der Luft.

 

Der Bus rollt wie an seinem ersten Tag und so kommen wir in den Abendstunden in Kärnten an. Auf dem Weg knacken wir die 70.000 km auf dem Kilometerzähler 🙂

Im Süden von Österreich leitet uns die App „iOverlander“ an den Millstätter See, zu unserem ersten Schlafplatz.

 

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Unser erster Schlafplatz am Millstätter See

Der Stellplatz ist wohl kein Geheimnis, zur gleichen Zeit gesellt sich ein weiterer Ford Transit zu uns. Die österreichische, dreiköpfige Familie hat sich über den Winter ebenfalls den Kastenwagen zum Camper umgebaut. So können wir gleich am ersten Abend einen „Kastenwagen Selbstausbau“ – Kollegen kennen lernen und unsere Ausbauten vergleichen.

Am nächsten Vormittag fahren wir direkt weiter Richtung Süden und können bevor wir nicht endlich das Meer gesehen haben nicht mehr Halt machen. Kurz vor Rijeka sind wir dann voll im „Urlaub“ Feeling angekommen, da sich die Adria unseren Wünschen entsprechend unter klarem Himmel und strahlender Sonne präsentiert. Ein kleines Stückchen weiter entscheiden wir uns dafür die 6€ Maut Gebühren zu zahlen, um auf die Insel „Krk“ zu fahren. Diese Insel ist zwar Ferienbedingt ziemlich gut besucht, wir finden aber dennoch einen schönen Strand, an dem am Tag ein paar Locals den Sonntag genießen und wir in der Nacht alleine sind.

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Unsere erste Nacht in Kroatien auf der Insel Krk. Vom Bus aus sehen wir die große Brücke, die die Insel mit dem Festland verbindet und im Hintergrund die Stadt „Rijeka“.

Das Wasser ist erschreckend kalt, sogar kälter als der Baggersee in der Heimat. Nach ein paar Gesprächen mit anderen Reisenden lernen wir: Hier in Kroatien war der Mai verhältnismäßig kalt. So richtig warm (>25°C) ist es erst seit wenigen Tagen. Deshalb konnte sich die Adria noch nicht erwärmen, aber mit knapp 19°C ist sie natürlich trotzdem „beschwimmbar“.

Am nächsten Tag beschließen wir gleich aufzubrechen und weiter gen Süden zu fahren. Wir folgen der „Blauen 8“ an der Küste entlang und fahren so parallel zur Insel Krk und schließlich der Insel „Pag“, die uns durch ihre Hässlichkeit aufgefallen ist (ein riesiger, langer Dreckberg ohne Vegetation). Die Küste vom Festland dagegen schmückt sich mit zahlreichen kleinen Buchten und glasklarem Wasser. Wir beschließen uns dazu eine solche Bucht zu besuchen, um ein bisschen zu baden. Die Bucht, in die wir fahren ist menschenleer, bis auf ein Häusschen mit 1-2 Ferienwohnungen. Die Besitzerin ist super freundlich und erlaubt es uns, in dieser kleinen, wohl privaten Bucht zu baden. Die Bucht kommt dem „Paradies“ schon ziemlich nah, es ist wirklich wunderschön.

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Das sind unsere gefundene Schätze vom Schnorcheln 🙂 Johanna glaub mir nicht, dass die Tonscherbe bestimmt von den alten Römern stammt xD

 

Wir folgen weiter der Küstenstraße und entscheiden uns für einen kleinen Campingplatz. Hier, weiter im Süden gibt es keine Massentourismus Campingplätze, sondern kleine, schnuckelige Camps mit Stellplätzen direkt am Meer. Zwar haben wir jetzt rechts und links Nachbarn, aber die scheinen alle super nett zu sein, sodass wir uns auf weitere entspannte Tage einstellen können. Unser kleiner Kastenwagen fällt zwischen den großen Campingwägen natürlich auf, deshalb haben wir schnell Interessierte an unserem Bus, die wir gerne in die Welt der „Selbstausbauer“ einführen. Alle sind begeistert 😉

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Unser Stellplatz auf dem Campingplatz direkt am Meer. Die Camper haben uns erzählt, dass die letzten Tage immer Delfine zu sehen waren, deshalb halten wir den ganzen Tag Ausschau.

 

Liebe Grüße an alle Bekannten zu Hause aus dem angenehm warmen Kroatien,

Johanna & Lukas

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