Die wahre Katzenstadt

Nachdem wir bei leckerer Pizza und warmen Kaba den Blogbeitrag fertiggeschrieben haben, fahren wir etwas weiter in die Stadt zu einem Waschsalon. Der Salon ist überraschend schön und hat sogar eine kleine Büchertauschbörse. Dort treffen wir auch die Besitzerin, mit der wir ins Gespräch kommen. Sie weist uns ein bisschen in die Geschichte der Stadt ein und steigert unsere Vorfreude, am kommenden Tag die Altstadt Dubrovniks zu besichtigen.

Gerade in den letzten Jahren erlebte die Stadt einen riesigen Tourismusstrom, da die Stadt als Kulisse für die Fantasy-Serie Game of Thrones genutzt wurde. Durch die gestrige Begegnung wissen wir aber, dass die Stadt viel mehr ist, als nur eine Filmkulisse. Am Vormittag wachen wir mit herllichem Blick über der Stadt auf, da wir auf einem Berg neben der Stadt die Nacht verbracht haben.

Wir entscheiden uns dazu ein Tagesticket zu kaufen, mit dem wir in alle Einrichtungen der Stadt reinkommen. Das Highlight ist, die Stadt einmal komplett auf der super erhaltenen Stadtmauer zu umrunden. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen und sind echt begeistert über die Festung. Wir haben schon viele Altstädte besichtigt, aber Dubrovnik ist schon etwas besonderes. Uns spielt dazu in die Karten, dass wir in der absoluten Nebensaison im Corona-Jahr hier sind. Wir sind zum Teil alleine auf der Mauer und in Gassen unterwegs, die im Hochsommer von Touristenmassen durchströmt werden.

Das Schild hängt am Beginn der Gasse vom nächsten Bild!!

Immer rechts und bitte nicht stehen bleiben!!
Der Katzenpapa von Dubrovnik

Nachdem wir die Altstadt ausgiebig erkundet und lecker gegessen haben, laufen wir rüber zur Festung Lovrijenac, die zu ihrer Zeit als uneinnehmbar galt. Heute können wir einfach reinspazieren und auf den dicken Mauern süße Stückchen von der „Pekara“ (Bäckerei) schnabulieren.

Dort hinten ist die Festung.

Dubrovnik hat uns wirklich super gefallen. Es gibt so viel zu entdecken und die Stadtgeschichte ist wirklich beeindruckend. Wir können jedem natürlich empfehlen, die Stadt in der Nebensaison zu besichtigen. Das Wetter war total super und richtig warm und man hatte die Stadt quasi für sich allein.

Von hier aus steuern wir in Richtung Süden nach Popovici, wo es einen bekannten Strand in den Klippen gibt. Nachdem wir eine Nacht bei einer alten traditionellen Mühle verbracht haben, fahren wir am nächsten Tag vor an den Strand, um den Tag am Wasser zu verbringen.

Der Pasjača Strand, wirklich wundervoll gelegen.

Zu dem Strand kommt man nur über einen in den Fels gehauenen Weg. Durch die Abgelegenheit ist es hier echt ruhig und wir können die Sonne den ganzen Tag genießen.

Da wir nicht direkt am Strand schlafen können, fahren wir nachmittags ein paar Kilometer weiter und finden auf einer Halbinsel einen super Stellplatz für die Nacht. Die Halbinsel war wohl früher eine Militärbasis, ist heute aber verlassen und menschenleer. Ein ehemaliger Hubschrauberlandeplatz ist der ideale Stellplatz mit Panoramablick!!

Zu unserer Überraschung befinden wir uns hier schon in unmittelbarer Nähe zu Montenegro. Das heißt, dass wir uns nun am südlichsten Punkt Kroatiens befinden und das Land einmal komplett durchfahren haben. Auch wenn es bereits unser Dritter Besuch hier war, sind wir wieder total begeistert von diesem schönen Land. Es gibt unendlich viele tolle Strände, schöne Städte und freundliche Menschen. Wir kommen auch gerne ein viertes Mal…

Am nächsten Tag ist das Wetter wieder top und so beschließen wir, direkt nach Montenegro in die Berge zu fahren. Bei Kotor liegt der Nationalpark Lovćen mit Gipfel über 1700 Metern Höhe. Auf einem Berg steht ein Mausoleum, wohl das höchste der Welt und das Wahrzeichen Montenegros. Wir fahren die kompletten 1500 Höhenmeter vom Meer aus bis an den Gipfel, um die letzten Meter zu Fuß zum Mausoleum zu laufen.

Der Blick von den Serpentinen runter in die Bucht von Kotor
Von hier aus sehen wir von Kroatien über Montenegro bis nach Albanien.

Wir geniesen lange die Aussicht und beobachten Raben beim Flug in der Thermik. Da wir nicht am selben Tag wieder komplett runterfahren wollen, bleiben wir eine Nacht oben im Nationalpark und werden früh morgens mit einem bomben Sonnenaufgang über den Wolken belohnt.

Unsere Aussicht auf 1500 Metern Höhe.

Nach dem Sonnenaufgang friert es uns aber doch bei circa 10°C und fahren schell wieder runter nach Kotor. Hier parken wir 9 Kilometer außerhalb auf einem Autocamp und radeln an der Bucht entlang in die Stadt.

Die kleine Radtour macht uns richtig Spaß und wir genießen es, diese neue „Möglichkeit“ zu haben, Radtouren zu machen. Es hat sich wirklich gelohnt, die Rädchen mitzunehmen!!

In der Stadt angekommen werden wir überrascht von einer kleinen schönen Altstadt mit vielen Gässchen. Und in jeder Gasse finden wir mindestens eine Katze!! Hier sind wirklich überall Katzen, sodass wir die Stadt Kotor als die „wahre“ Katzenstadt taufen. (und nicht Kuching)

Zurück auf dem Autocamp, auf dem wir vorhin die einzigen „Gäste“ waren, haben wir nun doch noch Nachbar bekommen. Im Camper aus Holland lebt auch ein Pärchen, mit denen wir den Abend ausklingen lassen und Traveller-Geschichten austauschen.

Die nächsten Tage werden wir wahrscheinlich noch ins Landesinnere von Montenegro fahren, doch es wird sich zeigen, wohin es uns verschlägt…

Aus der Kotorbucht senden wir herzliche Grüße,

eure Johanna & Lukas

Hier noch wie immer die aktualisierte Karte mit unserer Route und Stellplätze:

5 Kommentare

  1. Tolle Plätze und Städte, die Lust steigt schon wieder auf Reisen!!
    Tankt noch schön Sonne, bevor es kälter wird.
    Alles Gute bei der Erkundung der für uns so unbekannten Länder Montenegro und Albanien
    und immer einen vollen Kühlschrank und pralle Reifen 😀

    Liebe Grüße von der Meyerei

    Liken

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