Corona, Corona und nochmal Corona

Es ist schon wieder über ein Jahr her, als wir in unserem schönen Winterdomizil in Griechenland angekommen sind. Über Weihnachten und Silvester haben uns Johannas Eltern besucht, um gemeinsam die Feiertage zu verbringen und ins neue Jahr zu feiern.

Dieses Jahr sollte es (passend zur Matrix Kinopremiere) das große „Déjà-vu“ geben. Nur andersrum!

Manni und Daggi sind im Sommer mit ihrem neuem Reisemobil, der „Wolke“, auf Tour aufgebrochen. Erstmal zum Warmfahren und Corona-bedingt in Europa bleibend, natürlich entgegen der Sonne immer in Richtung Süden. Pünktlich zum Beginn der kalten Jahreszeit sind sie am südlichsten Punkt angekommen – auf Peloponnes.

Deshalb sind dieses Jahr wir diejenigen, die sich in den Flieger setzen, um die Reisenden zu besuchen. Nach anstrengenden Wochen voller Arbeit ist genau das unser Lichtblick. Wieder nach Peloponnes zu kommen, wieder ins selbe Häuschen, wieder mit Manni & Daggi. Vor uns liegen 2 Wochen mildes Klima, 2 Wochen Entspannung, 2 Wochen Urlaub.

Ganz genau beobachten wir die Corona-Bestimmungen für die Einreise nach Griechenland. Plötzlich heißt es, dass wir einen PCR-Test benötigen. Nein, 1 Tag später benötigen wir anscheinend doch nur einen Schnelltest. Aber ganz egal! Was soll schon schiefgehen. Wir sind frisch geboostert, also dreifach geimpft. So ein kleiner Test wird schon kein Problem sein, so ein Test wie wir ihn mittlerweile hundertfach in den letzten Monaten durchgeführt haben.

Von wegen.

Mittwoch Abend, 22.12.21 19 Uhr – 39 Stunden vor Abflug nach Athen

Ich habe bisschen Hals, so wie halt immer im Dezember, draußen hat es -1°C. Johanna fragt mich, ob ich eigentlich mal einen Coronatest gemacht habe, nur so zur Absicherung. Nein, aber eine gute Idee. Ich mache den Test, lege ihn in der Küche ab, laufe ins Wohnzimmer und schaue fern. Später läuft Johanna am Test vorbei. „Ähh du weißt schon, dass dein Test positiv ist?“ Quatsch, kann nicht sein. Lass mal sehen. Mist! Lass liegen, ich mache schnell noch einen, der muss kaputt sein.

Der zweite Schnelltest zeigt auch zwei Striche…

Shit!!

Donnerstag Vormittag, 23.12.21 10 Uhr – 24 Stunden vor Abflug nach Athen

Johannas negativer Test vom Vorabend wird bestätigt. Puh, sie hat kein Corona! Mein positiver Test vom Vorabend wird jedoch auch bestätigt. Scheiße, ich habe Corona! Das bedeutet, dass ich sofort einen PCR-Test machen muss, dessen Auswertung ca. 24 Stunden dauert. Wir realisieren: Das mit unserem Flug wird nicht funktionieren…

Wir haben wirklich gedacht, dass wir die Pandemie ohne große Einschränkungen und Probleme hinter uns bringen können. Immerhin haben wir es geschafft, gesund und ohne besondere Schwierigkeiten mit dem Camper bis nach Griechenland zu fahren, haben im Sommer die Toscana besichtigt, sind auf Sardinien unterwegs gewesen… Nach der dritten Impfung haben wir uns letztlich wirklich in Sicherheit gewogen. Natürlich haben wir uns immer an alle Maßnahmen gehalten, tragen ständig und überall die Maske und doch…. doch hat es dieser Virus irgendwie geschafft sich in meinem Körper bequem zu machen. Eigentlich unglaublich… und mit dem Timing dazu noch unglaublich bitter. Nun sitze ich seit dem 23.12. in „Einzel-Haft“ und werde wie ein König von Johanna bedient und versorgt… Danke! Es ist wirklich ein Geschenk, von seiner(n) Liebsten umgeben zu sein.

Nicht nur für uns war diese Nachricht ein absoluter Downer. Manni und Daggi haben sich so wie wir uns ebenfalls wochenlang auf das Wiedersehen gefreut und vorbereitet. Nach einer solchen Vorfreude an Weihnachten schließlich doch „alleine“ zu sein ist wirklich bitter. Doch es gibt noch Hoffnung…

Nach der aktuellsten Verordnung ist es mir gewährt, mich nach 7 Tagen „frei-zu-testen“. Am 7. Quarantänetag, sollte ich keine Symptome haben (habe ich nicht), darf ich durch einen negativen Schnelltest die Quarantäne verlassen. Johanna macht zur Absicherung noch einen PCR-Test und wenn wir beide negativ sind, fliegen wir an Sylvester runter nach Athen, um wenigstens eine Woche in Griechenland zu sein!

Jetzt heißt es also weiterhin ausharren und die Daumen ganz ganz fest gedrückt halten. Zusätzlich sind Sprechchöre zum Anfeuern meiner Antikörper erwünscht.

Weihnachtliche Grüße aus der Quarantäne,

Lukas

Ein Kommentar

  1. ach Lukas, halte durch…. und Johanna, das Weihnachtsgeschenk kann man auch Sylvester in Griechenland gebrauchen… glaub mir, herzliche Grüsse Angelika und der Män aus Holland, hier ist alles zu, wegen der Seuche…. und heute Nebel mit Sicht unter 20m, hatten wir auch noch nicht, ist speziell…..

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